Die Quick 221s ist meine favorisierte Angelrolle, wenn es um die mittlere Spinnfischerei, auf Hecht und Zander geht! Denn diese Rolle, ist einfach, leicht, aus hochwertigem Material, extrem gut verarbeitet und dadurch sehr sehr zuverlässig!
Ich werde euch an ein paar Beispielen sagen warum, dass so ist !

Die DAM Quick 221s
Die Rolle hat eine Übersetzung: 4,9:1
Die Schnurfassung mit Korkkern beträgt: Monofile Schnur 100m 0,35
Ich glaube sie wurde von 1968-1973 hergestellt
Leider sind sie im guten Zustand, sehr selten zu finden, damals haben die Angler lieber zur 331s oder 441s gegriffen, weil fast nur Monofile Schnüre gefischt wurden und die meisten gerne eine Reserve von 60-80m auf der Rolle haben wollten, falls mal der „ganz Große“ kommt !
Nur ca. 6 bis 8% der 220er Modelle sind eine 221s, leider.
Heute mit den geflochtenen Schnüren, sieht es aber ganz anderst aus, die 221s ist mehr als Groß genug, für das moderne mittlere Spinnfischen.

Sehr gut gefällt mir, das an der Rolle im Antriebsstrang und der Bügelmechanik, keinerlei Kunstoffteile verbaut sind! Nur das Außenteil der Spule ist aus Kunststoff, das macht aber nach meiner Erfahrung, überhaupt keine Probleme mit geflochten Schnüren!
Die alternden Kunstoffteile, machen leider einigen Rollen, z.B. ABU Cardinal heutzutage, größere Probleme, je nach Modell und Baujahr. Bei der Cardinal 33 + 44 platzen die Bügelscharniere auf und bei den Cardinal 66 + 77, brechen neuerdings zusätzlich die Umlenkungen, des Achsantriebs bis ca. Bj.1977, danach wurden die Teile wie bei der Cardinal 33 + 44, dann auch aus Messing gefertigt.
Die ABU Cardinal Modelle, fische ich übrigens auch seid 1976 und kann ein Lied darüber singen, in verschieden Situationen, möchte ich aber nicht auf sie verzichten !

Und habt ihr die 3 kleinen Unterschiede, der leicht unterschiedlichen Baujahre entdeckt ?
Ich denke schon ? Der Korkreduzierring zählt natürlich nicht !

Hier der Rotor mit Bügel und Befestigungselementen. Durch die Bohrungen und Durchbrüche, kann man gut erkennen welcher Aufwand für diese Teile betrieben wurde, damit die Einzelteile nicht zu Schwer wurden.

Hier die Vorderseite des Gehäuses mit Bügelauslöser, Kugellager, Sprengring und Anschlussgewinde der Schneckenwelle.

Das hintere Ende der Schneckenwelle wurde mit einem Bronzegleitlager sicher gelagert.

Im hinteren Teil der Schneckenwelle sieht man die Achse, den Mitnehmer und die Madenbefestigungsschraube des Mitnehmers.

Hier das komplette Getriebe. Es fällt auf, die Teile sind alle hochwertig gefertigt. Achsantrieb und Schneckenrad sind aus Messing, die Gleitscheibe aus Kupfer und dieses super durchdachte Getriebe, kommt dadurch ganz ohne Kunstoffteile aus!

Hier erkennt man das das Schneckenrad mit Kurbel usw., kann wahlweise rechts oder links montiert werden, ohne Verwendung von anderen Teilen.
Das bedeutet mit ein paar Handgriffen, kann man die Rolle in kurzer Zeit, entweder für Links oder Rechts-Hand kurbeln umrüsten, ganz nach Bedarf?
Bei vielen Rollen wo so etwas auch möglich war, mussten häufig die Antriebsstangen und oder noch weitere Teile gewechselt werden. Oft war es dann allerdings so, das die Teile nicht mehr vorhanden waren, oder sie waren gerade verlegt ?

Hier nochmal alle Teile der 221s im Überblick !
Außerdem erkennt man, das die Kurbel eine völlig andere ist, wie z.B. bei der Quick 220 und den anderen Modellen dieser Quick Serie !
Diese Kurbel hat so gut funktioniert, das man sie später nochmal bei den Quick 1000er Modellen verwendet hat !
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